Wanderer im Wind,
Ernst Barlach 1934
 
Das Bild von Ernst Barlach

aus der Gertrudenkapelle in Güstrow

Ein Gesicht, ein Hut, eine Hand. Man kann den Wind fast sehen, gegen den dieser Mann sich stemmt. Den Hut muß er festhalten, damit er nicht weg weht. Er hält stand, er wandert weiter, auch wenn widrige Winde ihn aufhalten wollen. Er geht weiter seinen Weg, auch wenn der Sturm losbricht.Und 1934 war in Deutschland ja der Sturm losgebrochen und Ernst Barlach geht nicht auf die Straße, wo "die Reihen fest geschlossen" marschieren, sondern er schnitzt in seiner Werkstatt in Güstrow. An diesem Mann: einen Mann im Widerstand gegen den Sturm, einen Mann, der die Kampflieder nicht mitsingt, der seine Hand nicht nach vorne hält zum Hitlergruß, sondern nur seinen Hut festhält.
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Friedrich-August Schaefer