FÖRDERPREIS 2005
    
 
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  Fastenopferessen während der Passionszeit in Wathlingen
In dieser Aktion wird sinnfällig, dass christlicher Glaube mit Tun zu tun hat. Die Zusammenkunft nach der Passionsandacht dauert in der Regel eine halbe bis dreiviertel Stunde. Die Passionsandacht selbst eine halbe Stunde. Dieser sog. Stehempfang eignet sich für zwanglose Gespräche untereinander, so dass auch hier die Kirchengemeinde die Funktion hat, die Menschen untereinander zusammen zu führen.

Zur Vorbereitung

Die Mitglieder der verschiedenen Vereine sind über ihre Vorstände zu den Passionsandachten mit anschließendem Fastenopferessen eingeladen. Auch nicht organisierte Einwohner werden durch Presse, Mundpropaganda und über die Abkündigungen in den Gottesdiensten auf diese Veranstaltungen aufmerksam gemacht.

Insgesamt werden jeweils freitags um 18.30 Uhr in der Zeit von Aschermittwoch bis zur Beginn der Karwoche fünf Passionsandachten in der Kirche angeboten. Nach den Andachten werden alle Besucher zum Fastenopfer in den Gemeindesaal gebeten.

Die Durchführung

Für einen Euro wird eine Schale gekochten Reises angeboten. Dieses Essen soll ein Abendbrot zu Hause ersetzen. Wasser und Tee werden gegen eine freiwillige Spende ausgegeben. Kleine Reissäckchen bzw. durchsichtige Cellophan-Tütchen mit „Brot für die Welt“-Aufdruck können gegen 1 Euro erworben werden.

Die Praxis

a) Vor der Passionszeit werden alle Parteien, Institutionen, Verbände und Vereine vor ihren Jahreshauptversammlungen in Schreiben auf die Passionsandachten mit Fastenopferessen hingewiesen. Zu Beginn der Passionszeit werden durch persönliche Besuche bzw. durch Telefonate die Persönlichkeiten gewonnen, die ein Grußwort bei den verschiedenen Essen sprechen werden, z.B. Parteivorstände, Bürgermeister, Frauenbeauftragte, Vereinsvorsitzende usw.

b) Konfirmanden und Konfirmandinnen werden zu einem Praktikum aufgefordert: Schmücken des Veranstaltungsraumes mit Plakaten, Vorbereitung von Plastiksäcken mit Kochreis. Schließlich müssen fünf Konfirmanden in fünf Kochgruppen den Reis rechtzeitig kochen und an die Besucher ausgeben.

c) Politische Persönlichkeiten und „gesellschaftliche Infrastruktur“ begegnen in einer öffentlichen Handlung der christlichen Tradition.

d) Verlauf: Kurze Begrüßung durch Pastor, Essensphase, Grußwort, zwanglose Gespräche untereinander, informelle „Auflösung“ der Zusammenkunft.

Die Ziele

a) Wiederbelebung der Passionsandacht.

b) Einübung in persönlichen Verzicht durch eine symbolische Handlung (gemeinsames
Fastenopferessen soll das Abendessen ersetzen).

c) „Brot für die Welt“ soll wieder bekannter gemacht werden und dafür gespendet werden.

d) Sinnvolles Konfirmandenpraktikum.

e) Wie am Heiligen Abend der Kirchgang ein großes gemeinsames geistliches Erlebnis einer Ortschaft ist, soll hier in der Passionszeit ein zweites Erlebnis dieser Art eingerichtet werden (auch zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls der Kirchengemeinde bzw. des Ortes).

Kontaktadresse

Pastor Gerhard Williges, Evangelisch-lutherisches Pfarramt St. Marien,
Kirchstr. 1, 29339 Wathlingen, Tel.: 05144/8207, Fax: 970726,
e-mail: KG.Wathlingen@evlka.de, Internet: www.st-marien-wathlingen.de

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