FÖRDERPREIS 2005
    
 
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  Jugendkirche Hannover – ein Leitprojekt kirchlicher Jugendarbeit
Hintergrund:

Die Jugendkirche Hannover, die im September 2004 ihre Türen in der hannoverschen Nordstadt geöffnet hat, ist die erste Jugendkirche dieser Art im norddeutschen Raum. Mit ihr hat der Stadtkirchenverband Hannover Neuland betreten.

Die kulturellen Welten Jugendlicher und der Kirche klaffen immer weiter auseinander, gerade im großstädtischen Kontext. Und zugleich sind Suchbewegungen spürbar. Die Frage nach Selbstvergewisserung in einer immer unübersichtlicher werdenden Welt und Gesellschaft ist für viele Jugendliche bedrängend. Orte und Menschen, die Fragen aushalten und Spuren zur eigenen Reifung abseits von Konsum und Beeinflussung bieten, werden selten.

Inhalt und Ziele:

In der Jugendkirche sollen sich die Welten begegnen – die der Jugendlichen und die der Kirche und des Glaubens. Und sie werden dies in einem gegenseitigen Lernprozess tun.
Die Lutherkirche ist umgebaut worden. Die Bänke sind durch eine flexible Bestuhlung ersetzt worden, im hinteren Bereich des Kirchenraums ist ein Café in zwei gläsernen Kuben untergebracht, das Gewölbe der Kirche durchspannen zwei Traversen, vollgepackt mit moderner Licht-, Ton- und Videotechnik. Gleichzeitig ist die Lutherkirche Sakralraum geblieben. Der Altarraum blieb fast unverändert. Kanzel, Altar, Taufstein haben ihren Platz und ihre Bestimmung behalten.
Die Ausstrahlung der Kirche beeindruckt – Welten begegnen sich. Die Kirche ist als Veranstaltungsort ausgelegt. Café, Seminare, Gottesdienste, Konzerte, Andachten, Workshops, Führungen, liturgische Nächte, Kino – alles hat seinen Platz in diesem Raum.

Das Herz der Jugendkirche ist Spiritualität. Die Kirche für Jugendliche bietet ihnen Raum und Atmosphäre, über sich selbst und ihre Beziehung zu Gott nachzudenken und Religion zu erproben.
Vom ersten Advent an wird es jeden Sonntagabend um 18 Uhr einen Jugendggottesdienst geben. Im wöchentlichen „(T)Raumcafé Surprise“ gibt es eine Möglichkeit, sich im Kirchenraum zu treffen und zugleich an sinn- und sinnenvollen (Raum-)Erfahrungen teilzunehmen. Offene Andachtsformen haben ihren Platz ebenso wie Angebote, die Kirchengemeinden und Jugenddienste einbringen.

Ein anderer Schwerpunkt ist die projektbezogene Arbeit. In 2005 wird es ein großes Fotoprojekt unter dem Titel „Spiegelungen“ geben, das Menschen der hannoverschen Nordstadt an ihren (Lebens-)Orten aufsucht, „festhält“ und nach ihren Lebens-„sinnen“ befragt. In der zweiten Jahreshälfte wird ein Glaubens- und Taufkurs für Jugendliche beginnen. „Aufgetaucht“ bietet die Chance zur kritischen Auseinandersetzung und persönlichen Aneignung des christlichen Glaubens.
Theaterarbeit wird in „Warte, warte nur ein Weilchen…“ Lebensstationen von Menschen untersuchen und darstellen. Die einzelnen Arbeitsergebnisse werden kontinuierlich in Gottesdienste einfließen und in einer Gesamtaufführung eines auf der Grundlage von Improvisation selbst erarbeiteten Stückes münden.

Struktur:

Hinter der Jugendkirche steht ein interdisziplinäres Team aus einer Kulturpädagogin, einer Diakonin und einem Pastor.

Die Jugendkirche wird durch Kooperationspartner unterstützt: der Evangelische Stadtjugenddienst, das evangelische Schulpfarramt, die Evangelische Jugend und die Lutherkirchengemeinde nutzen die Kirche als geprägten Veranstaltungsraum.
Die Jugendkirche gehört zur Citykirchenarbeit des Stadtkirchenverbandes Hannover.

Das Projekt Jugendkirche ist zunächst modellhaft auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt, um sich dann als festes Angebot in diesem Rahmen zu etablieren.

Die Jugendkirche bietet eigene Veranstaltungen ebenso wie für Gemeinden und Schulen buchbare Module zu bestimmten Themen, zudem steht sie für Fremdveranstaltungen zur Verfügung.

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