Jahr der Bildung
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Schriftgrafik: Bildung braucht Religion - Kirche und SchuleSchriftgrafik: Bildung braucht Religion - Kirche und Schule. Am Rechten Rand ist ein Junge mit einem Laptop zu sehen. Eine Frau schaut ihm über die Schulter.
 
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Schulseelsorgeausbildung 



Abschluss der ersten Weiterbildung Schulseelsorge im RPI Loccum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die erste Weiterbildung Schulseelsorge der Ev.-luth.Landeskirche Hannovers ist im Rahmen des Fachtags Schulseelsorge mit der Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beendet worden.

Die Schulseelsorge ist ein neues Arbeitsfeld der Landeskirche. Zwischen 2007 und 2008 hat eine kleine Arbeitsgruppe ein Grundkonzept für Weiterbildungsmaßnahmen entwickelt, das Lehrerinnen und Lehrer, Schulpastorinnen und Schulpastoren und Schuldiakoninnen und Schuldiakone für die besonderen seelsorgerlichen Herausforderungen an Schulen qualifiziert.

In den fünf Seminaren, die sich über ein Jahr erstrecken, lernen die Teilnehmenden, wie kurze „Pausen"gespräche und längere Beratungen in seelsorgerlicher Art geführt werden, wie liturgische Elemente oder Gottesdienste das Schuljahr begleiten oder Notfallsituationen würdevoll aufnehmen und wie man in besonderen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen (Mobbing, Essstörungen, Suizidgefahr, Leistungsdruck u.v.m.) hilfreich reagieren kann. Ein wichtiger Bestandteil der Seminare ist auch, mit der eigenen Rollendiffusion zwischen Lehrendem und Beratendem zu recht zu kommen, die es exklusiv in der Schulseelsorge gibt, sowie die religiöse Basis, die die Arbeit als Schulseelsorger ausmacht, neu zu entdecken und in die Arbeit mit einzubringen.

Die Schulseelsorge hat verschiedene Handlungsfelder: die Begegnung mit einzelnen, z.B. in Gesprächen, die Begegnung in Gruppen, z.B. im Religionsunterricht, der neben dem Bildungsaspekt durch seine Inhalte auch immer den Menschen als Ganzen, mit seinen Werten, seiner Persönlichkeit, seinem Glauben, seinen Vorstellungen anspricht. Die Schulseelsorge hat ihr Wirkungsfeld auch in der Schulkultur und in der Gestaltung des Schullebens und sie vernetzt sich nach außen durch Kontakte zu anderen (kirchlichen) Einrichtungen und deren Angeboten. Zu den Kooperationspartner des RPI gehören daher das Landesjugendpfarramt und der Pastoralpsychologische Dienst.

Die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ersten Weiterbildung (s.Foto) haben sich von 2008 bis 2010 auf ihre Arbeit vorbereitet. Neben den fünf Seminaren gehörte eine regelmäßige Einzelsupervision von 15 Sitzungen und die Abfassung einer Abschlussarbeit zu den verpflichtenden Kursbestandteilen. Der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung wurde auf dem Fachtag Schulseelsorge im Religionspädagogischen Institut Loccum mit der Überreichung der Zertifkate durch OLKR'n Dr. Kerstin Gäfgen-Track im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier bescheinigt. Im Gespräch mit dem Referenten des Landeskirchenamts für Schulfragen und Schulseelsorge, Gerd Brinkmann wurden auf dem Fachtag wurden auch die rechtlichen Bedingungen für eine seelsorgerliche Tätigkeit an der Schule durch Pädagogen erläutert. Derzeit laufen noch zwei weitere Weiterbildungsmaßnahmen, die von Evelyn Schneider, Pastorin und Dozentin am RPI und Almut Künkel, Schulpastorin und systemische Supervisorin geleitet werden. Diese drei Kursreihen wurden als Pilotprojekt von der Synode der Landeskirche finanziert, aber eine lange Warteliste für mögliche weitere Reihen zeigt den hohen Bedarf dieser Qualifizierung an.

Autorin: Evelyn Schneider, Dozentin für die Schulseelsorge-Ausbildung am RPI Loccum



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11.03.2010